Warmblood Fragile Syndrom (WFFS)

Bei WFFS handelt es sich um eine Bindegewebsschwäche, die sich bereits direkt nach der Geburt des Fohlens bemerkbar macht. Lebend geborene Fohlen haben keine Überlebenschance und sterben in den ersten Wochen nach der Geburt. Nicht alle Fohlen kommen nach der normalen Trächtigkeit zur Welt, auch Frühgeburten und Aborte aufgrund von WFFS sind bekannt. WFFS ist ein Gendefekt, der autosomal rezessiv vererbt wird.

 
Bei WFFS handelt es sich um eine Bindegewebsschwäche, die sich bereits direkt nach der Geburt des Fohlens bemerkbar macht. Lebend geborene Fohlen haben keine Überlebenschance und sterben in den ersten Wochen nach der Geburt. Nicht alle Fohlen kommen nach der normalen Trächtigkeit zur Welt, auch Frühgeburten und Aborte aufgrund von WFFS sind bekannt. WFFS ist ein Gendefekt, der autosomal rezessiv vererbt wird. Ein Tier erkrankt nur, wenn es je ein betroffenes Gen von Vater und Mutter erhalten hat. Aktuell vermutet man eine Trägerschaft bei ca. 10 Prozent der Warmblutpferdepopulation. Weitere Informationen sind u.a. auf https://www.pferd-aktuell.de/gesundheitsdatenbank/gentests zu finden.

Ab dem Zuchtjahr 2019 werden alle Hengste, die in Hengstbuch I oder II der Rasse Deutsches Sportpferd (DSP) eingetragen sind oder eingetragen werden, auf das Warmblood Fragile Foal Syndrome (WFFS) mit Hilfe des Gentests untersucht. Der Zuchtverband wird das Ergebnis des Gentests in der Tierzuchtbescheinigung und in der Datenbank dokumentieren. Die Ergebnisse werden u.a. auf der Website www.pferdezucht-rps.de veröffentlicht. Das Ergebnis hat keinen Einfluss auf die Eintragung der Hengste. Es dient der Züchter-Information.

Wichtig ist es, die Anpaarung von WFFS-Anlagenträger untereinander zu vermeiden, da durch die Verpaarung von zwei Anlageträgern kranke Nachkommen entstehen können. Hierzu ist die Information über den Trägerstatus mindestens eines Paarungspartners erforderlich. Mit Einführung des WFFS-Gentests für Hengste werden entscheidende erste Informationen für die Anpaarungsplanung geliefert. Bei Stuten mit unbekannten WFFS-Trägerstatus sollte von der Anpaarung mit Trägerhengsten abgesehen werden oder sie testen lassen.

H.-W. Kusserow
Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz



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