Informationen des Vorsitzenden

Sehr geehrte Mitglieder des Pferdezuchtverbandes Rheinland-Pfalz-Saar,
werte ZücMaWe Bange W50 0600hterinnen und Züchter,

mit mehreren Infobriefen habe ich Sie in den letzten Monaten über das Geschehen in unserem Verband in Kenntnis gesetzt. Diese Informationen sind bei vielen Mitglieder auf ein positives Echo gestoßen. Jedoch gab es auch kritische Wortmeldungen, die meine Darstellungen und Erklärungen zu den durchaus schwierigen Situationen und Momenten, die unseren Verband in diesem Jahr beschäftigen oder auch belasten, in Wort und Kommentar als nicht akzeptabel beschreiben und mit persönlichen Verunglimpfungen einiger Ehrenamtler, dieses noch untermauern.


Ich kann Ihnen versichern, dass die Verantwortlichen sowohl im Haupt- als auch im Ehrenamt alles tun und auch künftig tun werden, um den Verband in eine geordnete Zukunft zu führen und ihn so zu organisieren, dass er auch als kleiner Verband, mit entsprechender Züchternähe, regionaler Betreuung und der Wahrnehmung der hoheitlichen Aufgaben eines Zuchtverbandes, den Anforderungen gerecht wird.
 
Der Vorstand hat sich in seiner letzten Sitzung zum wiederholten Male für eine verwaltungsmäßige Kooperation mit dem Pferdezuchtverband Baden-Württemberg stark gemacht und dem Hauptausschuss unseres Verbandes für weitere Gespräche ein Mandat erteilt.
 
Heute möchte ich mich in einem weiteren Schreiben an Sie wenden, da im vergangenen Monat Oktober mit Facebook Veröffentlichungen nach außen gegangen wurde, die schlicht und ergreifend nicht der Wahrheit entsprechen. So wurde am 04.10. gepostet, dass am 29.09. auf einen Schlag 41 Stuten und 10 Hengste beim Verband abgemeldet wurden. Diese Zahlen hatte ich zu diesem Zeitpunkt als Vors. nicht vorliegen. Unser GF/ZL Herr Kusserow war zu dieser Zeit in Urlaub. Tatsache ist, dass zum 30.09. die Kündigung der persönlichen Mitgliedschaft, laut Satzung, erfolgen muss. Nach Recherche haben einige Züchter ihren Bestand, wie jedes Jahr überprüft und verkaufte oder abgegangene Zuchttiere abgemeldet. Ein ganz normaler Vorgang der sich alljährlich wiederholt. Nach Auskunft der Geschäftsstelle, ist diese Fluktuation nicht anders wie in den Vorjahren. Auf Facebook wird dann von massenhaften Abmeldungen und Rücktritten gesprochen um eine Negativstimmung zu befeuern.
 
Tatsache ist indes, dass 4 Mitglieder ihre Zuchttiere bis auf ein Zuchttier abgemeldet haben, ihre persönliche Mitgliedschaft aber beibehalten haben. Drei dieser Mitglieder haben gleichzeitig ihr Delegiertenmandat nieder gelegt. Diese Mitglieder haben wir zu einem persönlichen Gespräch ins PZ eingeladen um ihre Beweggründe zu hinterfragen und mit ihnen zu diskutieren. Persönliche Angriffe auf das Ehrenamt, in denen von einem Mitglied von „Lug und Trug“ durch das Ehrenamt gesprochen wurde, blieben bei sonst sehr sachlicher Argumentation, aber die Ausnahme.
 
Jedoch wurden in einem Fall sehr plakativ mehrere Tiere als Zuchttiere beim Verband abgemeldet, die gar nicht als Zuchttiere eingetragen waren. Mit solchen Fehldarstellungen nun die Stimmung gegen den Vorstand anzuheizen, ist wohl kaum nachvollziehbar und entbehrt jeder sachlichen Grundlage. Ebenso ist für mich völlig unverständlich, wenn von einer großen Zahl von Austritten aus unserem Verband berichtet wird. Auch hier lässt sich klar belegen, dass die Austritte des Jahres 2017 sich in einem ähnlichen Rahmen bewegen wie in den Jahren 2015 und 2016. Im Gegenteil, die Austritte im Jahr 2017 sind um ca. 60 Mitgliedschaften niedriger ausgefallen wie im Jahr 2016. Mir fehlt für diese Hetzkampagne jedes Verständnis.
 
Da nun ein besonders aktives Mitglied der Facebook Szene für den 10.11.2017 unter der Überschrift „Freunde des Pferdezuchtverband Rheinland-Pfalz-Saar“ zu einer, ich möchte es einmal als konspirativ bezeichnen, Versammlung einlädt, aber weder Ort noch Uhrzeit angibt, die nur nach persönlicher Anmeldung angegeben werden, scheint mir doch ein Punkt erreicht zu sein, der der fairen, sachlichen und konstruktiven Auseinandersetzungen über die Zukunft unseres Verbandes vollständig zuwider läuft. Das gleichzeitig ein früherer Verbandsmitarbeiter, der mit immateriellen Werten unseres Verbandes zu einem Nachbarverband gewechselt ist, nun als fachliche Betreuung in der Auslotung künftiger Verbandsstrukturen angeboten wird, spricht für sich und ist eigentlich auch nicht zu kommentieren. Im Übrigen, hätte dieses Vorgehen eines Mitarbeiters in der freien Wirtschaft mit Sicherheit einen Schadensersatzprozess ausgelöst.
 
Die verschiedentlich angebotene Hilfestellung an den Vorstand des Verbandes aus diesem Umfeld, ist nach meiner Ansicht eher von Besserwisserei geprägt und daher nicht wirklich von Ernsthaftigkeit geprägt.
 
Nebenbei bemerkt, die deutschen Pferdezuchtverbände sind unter dem Dach der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) zusammengeschlossen. Trotz aller wirtschaftlichen Zwänge, die jeder einzelne Verband für sich schultern muss, ist eine konstruktive Zusammenarbeit unter den Verbänden gegeben. Irgendwie sitzen wir doch in ein und demselben Boot. Der faire Umgang miteinander war immer gegeben. Seit der letzten Jahreshauptversammlung der FN im Mai in Stuttgart gilt der beschlossene Satz des „Good Governance“ auch für den Bereich der Zuchtverbände. Dieses ist eine Initiative der DOSB des Deutschen Olympischen Sportbundes und ist nach verschiedenen Skandalen als Begriff in der deutschen Wirtschaft eingeführt worden. Er beinhaltet in besonderer Weise den respektvollen und fairen Umgang sowohl im sportlichen Bereich als auch im allgemeinen Miteinander unter den Mitgliedern der FN und der angeschlossenen Verbände.
 
Sehr geehrte Mitglieder des Pferdezuchtverbandes Rheinland-Pfalz-Saar, Mitglieder des Vorstandes haben vor wenigen Tage anlässlich des Marbacher Wochenendes mit süddeutscher Sattelkörung und der Marbacher Reitpferdeauktion, die wir mit einer kleinen Reisegruppe des FRPS besuchten, verschiedene, sehr konstruktive Gespräche vor Ort geführt. Eine junge Dame, die in Kürze ihr Studium mit dem Masterabschluß beenden wird, und die sich für ein Aufgabenfeld in einem Zuchtverband interessiert, kommt noch in diesem Monat in die Geschäftsstelle, um unseren Verband näher kennen zu lernen.
 
Des Weiteren wurde mit der Verbandsspitze des Pferdezuchtverbandes Baden-Württemberg ein intensives Gespräch über unsere künftige Zusammenarbeit geführt. Hier ging es um gemeinsame Veranstaltungen im Bereich der Leistungsprüfungen, Fohlenregistrierung, Gebührenanpassung, Prämierung, Angleichung der Voraussetzungen zur Vergabe von Zuchtprämien etc. Wir wollen weiter zusammen rücken.
 
Die Gesamtvorstände beider Verbände werden sich im kommenden Januar/Februar zu einem Arbeitstreffen zusammenfinden, um sich kennenzulernen und verschiedene Punkte zu beraten und um Synergieeffekte auszuloten.
 
In der angesprochenen süddeutsch offenen Marbacher Reitpferdeauktion waren neben Pferden aus allen AGS-Verbänden auch 3 Reitpferde aus unserem Zuchtgebiet im Angebot, die mit guten Preisen aus dem Ring gingen.
 
Zum Schluss möchte ich Sie noch auf unsere Körung der Reitpferdehengste am 01. und 02.12. im Landgestüt Zweibrücken hinweisen. An diesem ersten Adventwochenende wollen wir mit der Körung gemeinsam den Jahresabschluss der Zuchtsaison 2017 begehen. Ich freue mich auf Ihren Besuch


Mit freundlichen Grüßen

Ihr KH Bange
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